Der Feldastronom ist - wie der Name schon sagt - ohne feste Sternwarte unterwegs in Feld und Flur und sammelt Photonen des Nächtens, um ein Stück weit die Faszination Weltall zu erkunden und zu dokumentieren! Wie beim Angeln z.B. auch, genieße ich auch die vielen unerwarteten Begegnungen der Nacht und fiebere nicht nur dem Jagderfolg nach. Wer des Nächtens unterwegs ist, ist keineswegs allein und überwiegend zu Gast in einer fremden Umgebung und zu „fremden“ Zeiten! Es gibt zum Einen „Bewohner“, die hier ihr Dasein fristen und nachts unterwegs sind, weil sie hier leben, fressen und schlafen. Und auf den Feldern gibt es auch „Verdiener“, die hier ihren Lebensunterhalt verdienen und deren Interesse natürlich vor geht. Als Gast in einer fremden Welt - oder auch zwei fremden Welten, wenn man die irdische Nachtwelt und das Weltall als jeweils solche definieren will - bemühe ich mich stets eher stiller Beobachter zu sein und so wenig Einfluss wie möglich zu nehmen. Keine Flurschäden, keine Wildvergrämung, keine Gruppenevents, kein Camping, meinen Müll nehme ich wieder mit und sofern jemand dort eigene Interessen hat, muss man nur mit mir reden und schon werde ich in begründeten Fällen dann auch Alternativen suchen. In der Regel haben sich hier positive Bilanzen ziehen lassen, was mir zeigt, dass ich meinem Ziel wohl auch recht nah komme. Damit das so bleibt an dieser Stelle der Hinweis an alle interessierten „Nachahmer“: Bitte achtet auf genau diese Aspekte bei eurem Tun! Es ist spannend, was sich manch einer hier herausnimmt und wie er/sie dann seinen Beobachtungsplatz verlässt… Das fällt dann leider auf uns alle zurück und daher bitte: Nehmt Rücksicht!