Montierung
Das
mystische
Wort
„Montierung“
ist
die
Grundlage
-
die
BASIS
im
wahrsten
Sinne
des
Wortes
-
für
gute
Beobachtungen!
Auf
keinen
Fall
darf
man
hier
sparen.
Es
gibt
wirklich
viele
Anbieter
und
jeder
hat
so
seine
speziellen
Herangehensweisen
und
besonderen
Features.
Grundsätzlich
müssen
alle
mit
einer
sauberen
Aufstellung
im
Raum,
also
3-dimensional
oder
3-achsig,
betrieben
werden.
In
der
Astrofotografie
muss
in
der
Regel
länger
belichtet
werden
und
je
ungenauer
diese
Ausrichtung
erfolgt,
desto
schlechter
werden
die
Ergebnisse
und
desto
schwieriger
ist
es,
ein
Objekt
im
Fokus zu halten. Nach dieser Gemeinsamkeit gibt es dann aber auch Unterschiede.
Zunächst gibt es den Unterschied einer azimutalen gegenüber einer paralaktischen Montierung.
Azimutal
ist
dabei
dann
die
Montierung
in
zwei
Achsen
steuerbar
(vertikal
und
horizontal)
und
ausgerichtet
wird
nur
die
dritte
Achse,
vertikal
Sie
steht
also
absolut
plan.
Beim
Aufbau
muss
vor
allem
dieser
Punkt
besonders
beachtet
werden.
Ansonsten
ist
diese
Art
der
Montierung
im
Prinzip
das
klassische
Fotostativ.
Ggf.
natürlich
belastbarer
als
ein
solches,
da
es
größere
Lasten
tragen
muss
und
eben
auch
motorisch
nachgeführt,
um
ansatzweise
das
Objekt
im
Bildzentrum
zu
halten
und
die
Erddrehung
auszugleichen.
Aufgrund
dieses
Prinzips
ist
sie
vor
allem
für
visuelle
Beobachtungen
und
kurze
Belichtungszeiten
sehr
gut
geeignet.
Der
Vorteil
liegt
im
leichteren/schnelleren
Aufbau.
Der
Nachteil
ist,
dass
diese
Art
der
Nachführung
über
zwei
Achsen
anfälliger
für
Störungen
ist
und
fotografisch
so
keine
oder
eingeschränkte
Belichtungen
über
längere
Zeiträume
möglich sind.
Paralaktisch
dagegen
wird
eine
Montierung
dann
nicht
nur
plan
ausgerichtet,
sondern
eine
weitere
der
Achsen
wird
an
der
Erdachse
ausgerichtet.
Dies
entspricht
der
geographischen
Breite
des
Standortes
und
weist
dann
-
wenn
präzise
nach
Norden
ausgerichtet
-
auf
den
Himmelsnordpol,
also
in
die
Nähe
des
Polarsterns.
(Der
Polarstern
selbst
befindet
sich
leicht
NEBEN
dem
Himmelsnordpol!
Er
hilft
beim
Auffinden
-
markiert
aber
nicht
GENAU
denselben…
Das
ist
sehr
relevant
beim
Nachführen!)
Diese
zweite
Achse
ist
dann
konstant
und
muss
ebenfalls
nicht
nachgeführt
werden.
Die
dritte
Achse
steht
senkrecht
darauf
und
wird
dann
nachgeführt.
Vorteil
natürlich:
Nur
eine
Achse
verursacht
„Fehler“,
Somit
weniger
Störfaktoren
für‘s
Bild.
Es
werden
so
lange
Belichtungszeiten
möglich
in
denen
das
Objekt
trotzdem
präzise
im
Blickfeld
bleibt.
Der
Nachteil
steckt
im
Wort
„präzise“,
denn
hier
muss
somit
ein
relativ
größerer
Aufwand
betrieben
werden
in
der
Aufstellung,
um
sicherzustellen,
dass
diese
Achse
eben
wirklich
ausgerichtet
ist
und
nicht
Veränderungen
durch
die
Erddrehung
unterliegt.
Es
muss
also
plan
ausgerichtet
werden,
dann
eingenordet
sein
UND
schließlich
die
Polarausrichtung
auf
den
Himmelsnordpol
stimmen.
Dank
vieler
Hilfsmittel
gelingt
dies
inzwischen
auch
recht
zügig
und
genau.
Und
kann
während
der
Belichtung
kontrolliert
und
ausgeglichen
werden.
Eindeutig
fotografisch
bessere
Ergebnisse
werden
so
möglich
-
es
bleibt
aber
insgesamt doch etwas aufwändiger. Ganz klar. Wie aufwändig, kann man im kleinen
Einführungsvideo
sehen…
Der
nächste
Unterschied
ist
die
Option
„GoTo“
-
„GeheZu“.
Wie
der
Name
sagt:
Diese
Montierung
orientiert
sich
dann
zusätzlich
soweit
am
Himmel,
dass
sie
stets
weiß,
wohin
sie
zeigt
und
sie
kann
dann
umgekehrt
auch
präzise
einen
Punkt
ansteuern,
wo
sich
dann
ein
Wunschobjekt
befindet.
Wieder
ein
Stück
mehr
Aufbauarbeit
-
auch
diese
Orientierung
braucht
etwas
Zeit
-
aber
natürlich
spart
man
sich
lange
Such-
und
Orientierungszeiten,
wenn
das
Teleskop
automatisch
ausgerichtet
und
das
Objekt
zentriert
wird.
Das
ist
schon
ein
nettes
Feature!
Möglich
wird
so
auch
die
Identifikation
eines
selbst
„gefunden“
Objektes,
denn
dessen
Koordinaten
können
dann
entweder
von
Hand
oder
automatisch
in
entsprechenden
Datenbanken
verglichen
werden
und
so
Aufschluss
geben
was
man
da
sieht.
Für
diesen
Schritt
braucht
es
neben
der
Orientierung,
der
Erstellung
bzw.
Anpassung
an
ein
virtuelles
Koordinatensystem,
also
sinnvollerweise
auch
eine
entsprechende
Datenbank.
Und
in
beiden
Punkten
gibt
es
Unterschiede
bei
den
Herstellern.
Aber:
Alle
nutzen
das
gleiche
Koordinatensystem
und
kennt
man
also
die
Koordinaten
eines
Objektes,
kann
man
es
mit
einem
korrekt
orientierten System natürlich auch ohne Datenbank direkt präzise ansteuern, egal ob gelistet oder nicht.
Ebenfalls
unterschiedlich
sind
dann
z.B.
Sensoren,
die
auch
ein
versehentliches
Anstoßen
erkennen
und
dann
verhindern,
dass
man
von
vorn
beginnen
muss
oder
die
bestimmte
Positionen
fix
speichern
und
so
präzise
wieder
anfahren
können.
Diese
Sensoren
merken
sich
die
Kalibrierung
und
zählen
eben
einfach
entsprechend
weiter,
können
dann
auch
wieder
zurück
auf
die
definierte
Positionen
fahren.
Leider
kosten
diese
dann
aber
eben
auch
wieder
etwas
mehr
und
je
mehr
Schnickschnack,
desto
tiefer
natürlich
der
Griff
in
die
Tasche.
Pflicht
ist
das
nicht!
Erstens
ist
eine
so
hohe
Präzison
der
Mechanik
auch
erst
bei
sehr
hohen
Brennweiten,
also
großen
Teleskopen,
nötig,
zweitens
kann
man
natürlich
jeden
automatisierten
Schritt
auch
noch
immer
von
Hand
audführen
und
jedes
Objekt
selbst
aufsuchen.
Wichtig
bleibt
aber
immer
die
präzise
Ausrichtung!
Die
Nachführung
selbst
ist
aus
meiner
Sicht
im
Amateurbereich
nahezu
immer
hinreichend
genau,
erfordert
allerdings
unter
Umständen
Hilfsmittel
um
bei
langen
Belichtungen
und hohen Vergrößerungen genau zu bleiben. Stichwort Guiding - folgt an anderer Stelle…
Die
Präzision,
Belastbarkeit
und
das
Eigengewicht
sind
insbesondere
für
den
Feldastronom
mit
wechselndem
Standort
und
Equipment
ein
wichtiger
Aspekt!
Handlebar
sind
Bauteile
von
10
bis
30
kg
für
die
meisten
schon.
Aber
Spaß
macht
das
natürlich
weniger,
insbesondere
wenn
man
bei
jeder
Beobachtungsrunde
neu
das
Ganze
ins
Auto
laden
muss…
Es
gilt
hier
somit
einen
Kompromiss
zu
finden
zwischen
dem
was
man
tragen
kann
und
will
und
dem was damit dann stabil tragbar und (fotografisch genau) nachführbar ist.
Einige
Modelle
verfügen
dann
noch
über
mehr
Optionen
die
hilfreich
sein
können,
wenn
man
z.B.
an
eine
Steuerung
über
PCs
denkt,
keine
freie
Sicht
auf
den
gesamten
Himmel
oder
aufgrund
eines
sehr
schweren
Teleskoptubus‘
nur
wenig
Spielraum
für
Zuladung
von
sonstigen
Hilfsmitteln
hat.
Und
dann
arbeiten
einige
Hersteller
leider
ausschließlich
mit
ihrem
Equipment
zusammen
und
andere
sind
flexibel
und
offen
auch
für
Fremdanbieter.
Daher
gut
informieren
und
vergleichen.
Für
eine
Investition
empfehle
auch
in
die
Zukunft
zu
denken.
Ganz
billig
sind
die
Teile
nicht
und
daher
empfiehlt
es
sich
vielleicht
schon
daran
zu
denken,
dass
man
irgendwann
auch
wächst
mit
seinen
Aufgaben
und
man
dann
mehr
Traglast
benötigen
könnte. Nicht zu klein und grenzwertig starten, wenn abzusehen ist, dass man irgendwann auch sperrigere Optiken einsetzen wollen wird.
Merke:
Für
den
astrofotografischen
Einsatz
empfiehlt
sich
eine
paralaktische
GoTo-Montierung,
die
maximal
zu
zwei
Dritteln
an
der
Belastungsrenze
ausgelastet
wird,
um
noch
präzise
und
störungsfrei
nachführen
zu
können
trotz
Zuladung,
Wind,
Erschütterungen
und
Arbeitsschritten
wie
Nachfokussieren oder dergleichen. Den Nachteil des aufwändigen Aufstellens und Kalibrierens kann man sich mit cleveren Hilfsmitteln vereinfachen.
Als
Arbeitstier
hat
sich
bei
mir
die
EQ6
von
Skywatcher
etabliert.
Ein
guter
Kompromiss
aus
Preis
und
Leistung.
Gegenüber
anderen
Anbietern
vermisse
ich
etwas
an
Komfort
und
Spezialoptionen.
Aber
im
Vergleich
günstig,
ausreichend
präzise
und
robust
mobil
einsetzbar.
Für
den
Einstieg
perfekt!
Und
sogar
Anbieter
von
weniger
kompatibler
Hardware
ihrer
eigenen
Modelle,
haben
zu
Skywatcher
dann
doch
auch
kompatible
Lösungen
entwickelt.
Etwas
mehr
bietet
die
CGX
aus
dem
Hause
Celestron.
Z.B.
sehr
schöne
Softwarelösungen
zum
Einnorden
ohne
Polsucher,
eine
fix
definierte
Homeposition
und
eine
hohe
Belastbarkeit.
Ich
finde
ein
Quäntchen
mehr
Komfort
das
leider
auch
ein
Quäntchen
mehr
kostet,
aber
noch
bezahlbar
bleibt.
Je
nach
nötiger
Nutzlast
gibt
es
von
Celestron
auch
kleinere
Modelle
-
die
bieten
aber
wieder
auch
weniger
Features
(oben
-
AVX
ohne
elektronische
Homeposition…
z.B.).
Für
sehr
einfache
Ansätze
gibt
es
Fotomontierungen,
Diese
sind
leicht
und
kompakt,
meist
rucksacktauglich
und
ermöglichen
relativ
simpel
das
Nachführung
leichterer
Kameras.
Nachteil
ist,
dass
sie
nur
in
einer
Achse
nachführen
und
so
das
Objekt
sich
leider
verändert
über
die
Aufnahmezeit.
Nichts,
was
moderne
Software
in
der
Nachbearbeitung
nciht
ausgleichen
könnte,
aber
ein
Kompromiss.
Ich
habe
hier
gute
Erfahrungen
mit
Skywatcher
gemacht
-
es
gibt
aber
auch
andere
gute
Lösungen
und
einige
sogar
rein
mechanisch,
also
komplett
ohne
Stromversorgung,
die
man zusätzlich organisieren muss.